Volker's Homepage

Ein Gelehrter fragt seine Schüler:
„Wie kann man den Augenblick bestimmen, da die Nacht zu Ende ist und der Tag anbricht?“
Die Schüler konnten keine befriedigende Antwort geben, und so gab sie schließlich der Gelehrte selbst:
„Wenn Du in das Gesicht irgendeines Lebewesens schaust und darin den Bruder oder die Schwester erkennst, dann ist die Nacht zu Ende und der Tag bricht an.“


Der Mensch hat nicht das Recht, Tiere zu versklaven, zu quälen oder zu töten. Dass er dies dennoch tut und sich dabei auf eine breite weltweite Konvention berufen kann, ändert nichts an der moralischen Verwerflichkeit dieses Tuns. Die Legitimierung des Tiermissbrauchs ist ein Recht des Stärkeren, herzlos und bar jeglicher Vernunft.

Ebenso wie Rassismus, Sexismus oder Theismus, so sollte auch der Speziesismus endlich geächtet und auf der Müllhalde der Geschichte abgelegt werden. Analog zu den ersteren Ideologien ist der Speziesismus die Diskriminierung aufgrund der Gattungszugehörigkeit. Es gibt weder eine Notwendigkeit, noch eine moralische Rechtfertigung für das willkürliche Aneignen und Ausbeuten unserer tierlichen Mitgeschöpfe. Tiere empfinden Schmerz und Leid, Freude und Trauer, wollen frei sein und glücklich leben - ebenso wie wir Menschen auch. Nicht nur genetisch sind wir Menschen mit unseren tierlichen Brüdern und Schwestern eng verbunden. Wir empfinden genauso Mitgefühl gegenüber Tieren wie auch zu Menschen, die in Not sind oder leiden. Während aber das Mitgefühl gegenüber Menschen erwartet und honoriert wird, müssen wir erst einmal lernen, Mitgefühl gegenüber Tieren als 'unvernünftige Gefühlsregung' zu unterdrücken (Ausnahme: Haustiere). Schließlich sollen die Tiere ja zu unserem Nutzen gequält und getötet werden - und das sei nun einmal so (weil's immer so war). Diese Ausklammerung der nichtmenschlichen Tiere aus unseren instinktiven Gefühlsregungen erfordert eine nicht unerhebliche schizophrene Begabung. Meistens gelingt dies nicht. Wer Tiere quält und tötet oder dies - von anderen begangen - toleriert, der wird sich Menschen gegenüber nicht viel anders verhalten können. Moral ist eben nicht teilbar: hier Mensch, da Tier - das funktioniert nicht, allen Ideologien und Konventionen zum Trotz. Einzig brutale Verdrängung kann darin resultieren, dass zwar das eigene Haustier geliebt werden kann, gleichzeitig aber ganz ohne Gefühlsregung das blutige Steak vom Metzger lecker präpariert und verzehrt wird. Nicht umsonst sind die Stätten der Tierausbeutung abseits unserer Wohnorte hinter Mauern versteckt. Tiertransporte zu den zentralen Schlachthöfen finden im Dunkeln statt, und auf der Weide sieht man hierzulande ohnehin kein Tier mehr.

"Wir brauchen für die Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen."
Helmut Kaplan (*1952), deutscher Philosoph

Irgendwann haben die Menschen begonnen, Tiere für den eigenen Verzehr zu jagen und zu töten - ob sie wohl zu diesem Zeitpunkt auch begonnen haben ihresgleichen zu quälen und zu töten? In unserer hochentwickelten Zivilisation ist die Ausbeutung von Tieren ohnehin keine Notwendigkeit mehr: Sowohl auf dem Sektor der Nahrungsmittelversorgung als auch bei Bekleidung usw. gibt es alternative Produkte, die sehr leicht in industriellem Maßstab hergestellt werden können, ganz ohne Versklavung und Tod von Tieren. Wer auf den Konsum von tierlichen Produkten ganz verzichtet, und tierversuchsfreie Artikel auswählt, der lebt nicht weniger komfortabel als vorher. Im Gegenteil: Diese Menschen leben länger und gesünder, und sind mit Sicherheit glücklicher, weil sie diesen Spagat zwischen Gleichgültigkeit gegenüber Tieren einerseits und Mitgefühl gegenüber Menschen andererseits nicht mehr machen müssen.

"Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese sogenannten Kulturvölker immer mehr einen furchtbaren Weg des Abstieges entgegen gehen? Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu nähren."
Alexander von Humboldt (1769-1859), Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde

Weitere Zitate zum Nachdenken und Nachleben:

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.
Arthur Schopenhauer (1788-1869), deutscher Philosoph

Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
Albert Einstein (1879-1955), Physiker und Nobelpreisträger (1905)

Reichtum spendet die Erde verschwenderisch, friedsame Nahrung. Und sie gewährt Euch Gerichte, die frei sind vom Mord und vom Blute.
Pythagoras (6. Jh. v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker

Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
Wilhelm Busch (1832-1908), deutscher Dichter und Zeichner

Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.
Thomas Alva Edison (1847-1931), Erfinder der Glühbirne

Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.
Leonardo da Vinci (1452-1519), Maler, italienisches Universalgenie

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.

Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.

Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit ernst gemeint ist.
Leo Tolstoi (1828-1910), Humanist und Autor

Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.
Mahatma Ghandi (1869-1948), Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Nobelpreis 1913

Offenbar tritt in dem Maße, wie die Kultur sich hebt, an die Stelle der Fleischkost die Pflanzenkost.
August Bebel (1840-1913), dt. sozialdemokratischer Politiker

Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.
Charles Darwin (1809-1882), britischer Naturforscher

Die religiöse Ehrfurcht vor dem, was unter uns ist, umfasst natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm stehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1932), deutscher Dichter

Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein gewaltfreier Protest.
Paul McCartney (*1942), Sänger, ehem. Beatles-Gitarrist

Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.
Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.
Albert Schweizer (1875-1965), Arzt, Musiker und Theologe, Friedensnobelpreis 1952

Wo immer es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.
Isaac Bashevis Singer (1904-1991), jüdisch-amerikanischer Schriftsteller, Nobelpreis 1978

Viele Rassen, die fast ausschließlich von Gemüse leben, weisen eine hervorragende Körperverfassung und Stärke auf.
Nikola Tesla (1856-1943), Physiker und Elektrotechniker

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir. Alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir - also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder.
Franziskus, Franz von Assisi (1181-1226), Ordensstifter, Heiliger

Diese und viele weitere Zitate bekannter Persönlichkeiten (nebst einer Reihe von Bildern des Berliner Künstlers Pogo) findet ihr in dem Büchlein 'Tier und Mensch' von den Tierversuchsgegnern Berlin und Brandenburg e.V.

B I L D E R

von Tieren, wie man sie normalerweise nicht zu sehen bekommt. Wir kennen die grauenvollen Dokumentationen aus Legebatterien, Schweinefabriken, Rindermastbetrieben usw. z.B. aus dem Fernsehen. Wer nicht die Augen vor dem Leiden anderer Wesen verschließt, der/die weiß Bescheid, wie es Tierseelen in der Regel ergeht, die das Pech haben, in eine Kategorie hinein geboren zu werden, die in unserer Gesellschaft unter dem schrecklichen Begriff "Nutztier" bekannt ist. In dieser Kategorie gibt es Qualitäten wie Mitgefühl und Liebe nicht - die jedem Geschöpf in der Kategorie "Heimtier" selbstverständlich zuteil werden -, dafür umso mehr Gier und Gleichgültigkeit. Wer kennt schon die Natur von einem Schwein? Seine artgemäßen Bedürfnisse und Verhaltensweisen? Die nachfolgenden Bilder sollen zeigen, dass z.B. ein Schwein eben keine bedürfnis- und empfindungslose Fleischproduktionsmaschine ist; dass diese Tiere eben nicht dazu geschaffen wurden, den menschlichen Verwertungsinteressen ausgeliefert und auf welche Art auch immer missbraucht zu werden. Das wird glücklicherweise von immer mehr Menschen erkannt, und einige mutige Zeitgenossen erbarmen sich der gepeinigten Tierseelen auf die Art und Weise, dass sie diese aus ihrer scheinbar aussichtslosen Zwangslage befreien, vor weiteren Qualen und letzlich vor dem Schlachter bewahren. Getreu der Maxime "Wer auch nur ein Leben rettet, dem ist, als hätte er die Welt gerettet". Diese Tiere  landen dann z.B. auf einem so genannten Gnadenhof. Ein unglücklicher Begriff, denn nicht Gnade schulden wir unseren tierlichen Geschwistern, sondern Gerechtigkeit! Alle Bilder zeigen Tiere vom Gnadenhof Arche Noah 2 - betrieben vom Verein Animal Spirit - in Esternberg (Oberösterreich).


Eine Schweinemama und ihre 10 hungrigen Babies. Ursprünglich waren es 14 - bei Schweinen durchaus normal! - 4 sind gestorben bzw. tot geboren. Aber diese hier sind quietschfidel und unheimlich lebhaft, besonders dann, wenn sie hungrig sind. Beeindruckend die Gelassenheit, mit der die Mama die stürmische Attacke von so vielen kleinen aber schon mit scharfen Zähnchen ausgestatteten Schweinchen über sich ergehen lässt.





Der Keiler in der kühlen Suhle. Schweine können mangels Schweißdrüsen nicht schwitzen. Im Sommer schützt vor dem Sonnenbrand am besten eine dicke Schlammkruste auf dem Rücken und der feuchte Erdboden kühlt obendrein von unten. Die Schweine lieben es!






Die stolze Mama und ihre wilde Schweinebande. Etwa zwei Jahre verbleiben die Zöglinge in enger Bindung zu ihrer Mutter, dann werden sie abgewiesen und müssen eigene Wege gehen. Grundsätzlich sind Schweine aber sehr gesellige Tiere. Sie leben in Gruppen und schlafen eng aneinander geschmiegt. Nur beim Essen gibt es Rangeleien, bei denen es oft auch zu Verletzungen kommt. Speziell die Hauer des Keilers sind scharf wie Rasiermesser! Aber Schweine haben zum Glück ein dickes (Speck-) Polster.


Schweine lieben es berührt zu werden, erkennen einander und auch menschliche Bezugspersonen wieder, kennen ihre Namen und haben einen unglaublich guten Geruchssinn. Sie gelten zwar als Allesesser, sind dennoch bei der Nahrung sehr wählerisch. Man kann sie durchaus als Feinschmecker bezeichnen. Auch in dieser Hinsicht erkennen wir eine frappierende Ähnlichkeit mit unserer eigenen Menschennatur. Es ist schon ein tief berührendes Gefühl, wenn man diesen Wesen in die Augen schaut ...


Von solch einem Idyll können die Rinder in den modernen Milch- und Mastbetrieben nur träumen. Die heutigen Produktionstechniken ziehen die Stallhaltung der Effizienz wegen der Weidehaltung vor. Leistungsfähige Maschinen sparen dadurch Kosten, dass eben das Futter zum Tier kommt und nicht umgekehrt. Der Bauer spart sich dabei viel Zeit. Im Stall ist alles automatisiert: die Fütterung, das Melken, das Entmisten. Es geht zu wie in einer Fabrik: mit sterilen Kachelwänden und Betonboden, Stahlröhren, Schläuchen, Rohrleitungen, Elektronik, riesige Futtersilos usw. Die Tiere bewegen sich höchstens bis zur Melkanlage und wieder zurück. Mastrinder bewegen sich überhaupt nicht, denn es soll ja kein Futter durch unnötigen Kalorienverbrauch vergeudet werden. Ob Milch oder Rindfleisch, das Tier ist zur bloßen Produktionsmaschine degradiert, die Futter in ein Produkt umwandelt. Und ebenso wie in einer Fabrik werden diese "Maschinen" ausrangiert, sobald die Leistung nicht mehr stimmt oder durch Zucht und Genmanipulation noch leistungsfähigere Tiere zur Verfügung stehen.